Bis Ende der 80’ er Jahre war der Anteil der kulturinterressierten Touristen in der Türkei relativ hoch. Kulturhungrige Rundreisegruppen hatten hohe Ansprüche, wenn es sich um die Qualitaet des Reiseführers handelte. Heute empfaengt die Türkei die “Masse”. Weil die heutigen Touristen fast umsonst in dieses Land reisen, sind sie schon begeistert, wenn der Reiseführer Paar Worte in Deutsch rausbringen kann. Wenn er (oder sie) sogar einige Witze erzaehlen kann, ist die Reise schon (mehr als) gelungen. Kriterien für einen guten oder schlechten Reiseführer sind ganz anders geworden. Typische schriftlich oder mündliche Reklamationen von gestern und heute :
Gestern: (Bei einer Reiseroute von insgeamt 4500 km) Der Reiseführer hat zwischen Bursa und Kemalpasha 30 km lang nichts im Bus erklaert..
Heute: Er war ein netter Bursche, aber er hat immer zu viel erzaehlt. Wir kamen nie in Ruhe. Um sein Trinkgeld zu erhöhen, brauchte er nicht umsonst so viel Mühe zu geben.
Gestern: Der Reiseführer war nicht in der Lage das geschlossene Museum von Topkapi Palast (am Dienstag den 12.05.19…) aufmachen zu lassen. Auf unseren Vorsclag, die Waechter zu bestechen, hat er mit Achselzuckeln reagiert. (Dieses Museum ist seit Jahrzehnten Dienstags geschlossen. Und immer wieder schreiben die Reiseveranstalter dieses Museum in das Besichtigungsprogramm von Dienstag)
Heute ( werden fast keine Museen mehr besichtigt. Es ist zu viel Kultur und die Eintrittsgelder sind “teuer”). In Analya ( Alanya gemeint) hat der Reiseführer auf unseren Wunsch “auf der Festung eine Bierpause einzubauen” negativ reagiert, weil der Eintritt angeblich “kostenpflichtig” ist.
Gestern: Die Führung des Reiseführers in Efesus mit fünfeinhalb Stunden war zu kurz. Dass er am Ende der Führung “wegen der Hitze” angeblich durch ein Kreislaufproblem ohnmaechtig wurde, scheint uns, eine billige Nummer zu sein. “Er wollte uns schnell loswerden.” Dass er ins Krankenhaus musste, war auch bestens “organisiert”.
Heute: 1.5 Stunden in Efesus waren zu lang. Stattdessen waere es uns lieber, im Wochenmarkt in Mangavat (Manavgat gemeint) laenger zu bleiben.
Gestern: Die banalen Worte des Reiseleiters , dass Heinrich Schliemann ein schlimmer Mann war, waren eine Zumutung. Die Mitreisenden waren auf diese Meinung des Reiseführers tiefst enttaeuscht. Ausserdem hat er in Troja viel mehr über Alexander dem Grossen, Apostel Paulus und Homerischen Geschichten, als Heinrich Schliemann erzaehlt. Ausser der Ausgrabungsgeschichte von H. Schliemann haetten wir viel mehr über seinen Lebensablauf zu hören gewünscht. Die Ausrede, dass es dunkel geworden ist und dass er wegen Museumsschliesszeit die Führung nur in 2 Stunden beendet hat, scheint uns nicht akzeptabel zu sein.
Heute: (Wenn Troja überhaupt im Besichtigungsprogramm steht) Weil unser Reiseführer mit hervorragender Organisationstalent uns über Troja im Bus schon informiert hatte, brauchten wir nicht zu lange in der Ausgrabungsstaette zu bleiben. Der 20 minütige Rundgang war sehr interressant. Wir haben alles gesehen. So haben wir mehr Zeit im Hotel fürs Schwimmen gehabt.
Der Raki war auch nicht so teuer wie im letzten Hotel in Pentagon (Pergamon gemeint).
30 Ocak 2010 Cumartesi
Die guten alten Zeiten .....
Etiketler:
Antalya,
Billigreise,
Gast,
Istanbul,
Reise,
Reiseführer,
Reiseleiter,
Tour,
Tourist,
Türkei
Kaydol:
Kayıt Yorumları (Atom)
Hiç yorum yok:
Yorum Gönder